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2008-02-28
Schulsanitäter-Ausbildung mit Modellcharakter
Ein Artikel aus dem Weser Kurier
BREMEN. Für viele Jugendliche ist es eine Pflichtübung auf dem Weg zum Führerschein - die Ersthelfer-Ausbildung. Damit Kinder und Jugendliche künftig schon in ihren Schulen professionell Erste Hilfe leisten können, haben die Bremer Unfallkasse und die Erste-Hilfe-Organisationen des Landes gestern einen Kooperationsvertrag zum Aufbau eines Schulsanitätsdienstes unterschrieben. Zwar gibt es bereits an über 35 Schulen in Bremen und Bremerhaven Schulsanitäter. "Bisher war ihre Ausbildung jedoch nicht einheitlich geregelt", erklärt Detlef Braun von der Unfallkasse. Mit Hilfe der Kooperation könne sichergestellt werden, dass alle Schüler ab sofort das gleiche Ausbildungsniveau hätten. " Das ist in dieser Form bundesweit einmalig", sagt Braun. Nicht nur die Bremer Unfallkasse als Hauptgeldgeber und die ausbildenden Organisationen vom Arbeiter-Samariter-Bund, Deutschem Roten Kreuz, den Johannitern, Malteser Hilfsdienst und Lifecare Training sind in die Pflicht genommen. Auch die jeweiligen Schulen verpflichten sich zu einer langfristigen Partnerschaft. "Unser Ziel ist es, nachhaltig mit den Schulen zusammenzuarbeiten", sagt Braun.In auf 46 Stunden verlängerten Seminaren sollen die Schüler zum Ersthelfer ausgebildet werden - eine abschließende Theorie- und Praxisprüfung inklusive. Bisher hätten sich über ein Dutzend Schulen für die neu geregelte Schulsanitäter-Ausbildung angemeldet - weitere sollen folgen. Zudem hoffen die Partner, auf lange Sicht auch Grund- und Förderschulen in die Ersthelfer-Ausbildung einbeziehen zu können. Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) begrüßte die Kooperation, in der Braun ein Modell für Deutschland sieht: "Wenn alles weiter so gut läuft wie bisher, können wir uns bald Deutschlands Hauptstadt der Ersten Hilfe nennen."


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